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Marktversagen, Verschwendung und bürgerliches Engagement

Eine ökonomische Begründung von Regionalgeld. Ein Beitrag in der Zeitschrift für Sozialökonomie von Eva-Maria Hubert, April 2007

Spannend ist es gerade aus ökonomischer Sicht, die Entwicklungslinien unterschiedlicher Regionalgeld-Projekte zu verfolgen: Nach ausgedehnter Planungs- und Vorbereitungsphase nehmen sie konkrete Gestalt an, klein und bescheiden. Heranwachsend durchlaufen sie allerlei Kinderkrankheiten, zeigen gleichwohl weiteres Entwicklungspotential und entfalten ihre Stärken. Inte-
ressanterweise offenbaren sie dann Tugenden, die eigentlich jedem überzeugten Marktwirtschaftler und jedem vorausschauenden Menschen helle Freude bereiten sollten, Tugenden, von denen zu erwarten steht, dass sie erst im reifen Zustand ihr volles Ausmaß zeigen können. Es geht um die Fähigkeit, bekannten, der Marktwirtschaft zuzuordnenden Marktversagensphänomenen und weiteren Effizienzmängeln, aber auch psycho-sozialen Defiziten entgegenzuwirken.
Abweichungen vom als Referenzmodell dienenden Idealzustand einer Marktwirtschaft prägen die Wirklichkeit etwa mit Erscheinungen wie unvollständigem Wettbewerb und vermachteten Märkten, Informationsdefiziten, externen Effekten und Anpassungsmängeln. Diese werden üblicherweise als schwere Deformationen begriffen, die einen Staatseingriff rechtfertigen. Jedoch mehren sich Beobachtungen, welche die Grenzen staatlichen, auch politischen Handelns aufzeigen. Empfohlen werden daher verschiedene Grade und Kombinationen an Deregulation und Privatisierung.1 Lösungsmuster, die ganz auf bürgerschaftlichem Einsatz beruhen und als zivilgesellschaftliche Antwort auf Markt-, Staats- und Politikversagensphänomene zu werten sind, wurden dagegen bisher kaum beschrieben. Sie seien im Folgenden an einigen Beispielen skizziert...

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Stand: 21. Oktober 2011

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Dr. Eva-Maria Hubert

Dr. Eva-Maria Hubert

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