Systematisierung komplementärer Währungen
Immer wenn eine Systematisierung komplementärer Währungen vorgenommen und eine sinnvolle Unterscheidung herausgearbeitet werden soll, kommt es zur Frage, welche Definitionsebenen man verwenden kann.
Gernot Jochum Müller, Margrit Kennedy
Zur Frage der Systematisierungen komplementärer Währungen
Die oben aufgeführten Beispiele vermischen sich auf verschiedenen Ebenen:
Geographischer Bezug
- Regionalwährungen
Sachliche Bezüge - die aber auch einen regionalen Bezug haben können
- Gesundheitswährungen - die Änderungen des Verhaltens und eine Senkung der Kosten fördern
- Bildungswährungen - die eine neue Wertschöpfung in der Wissensgesellschaft ermöglichen
- Energiewährungen - die den Strukturwandel im Energiesektor beschleunigen
Finanzierungsmodelle wie
- Spar- und Leihgemeinschaften - die helfen Projekte zinslos und zu minimalen Kosten zu realisieren - können sowohl einen regionalen wie auch sektoralen Bezug haben.
Wenn die Frage auftaucht, welches das beste Modell für ein bestimmtes Problem darstellt, und diese Ebenen vermischt werden, kann in der Praxis Verwirrung entstehen. Allein die Definition Regionalwährung versus Tauschkreis kann sich durch eine leistungsgedeckte Regionalwährungen wieder aufheben.
In Vorarlberg werden inzwischen 3 Währungen verwandt:
- Regionalwährung nach der oben angegebenen Definition
- Tauschkreis = wechselseitiges Kreditsystem
- Vorsorgekonten = Zeitsparkonten
als nächstes kommen dann noch verschiedene Anlageformen dazu.
Es ist also kein leichtes Unterfangen, hier Klarheit und sinnvolle Bezüge und Kriterien zu entwickeln. Wir freuen uns über weitere Anregungen.









