Die Energiewährung
Energiegelder sind eine spezielle Form warengedeckter Gelder (“commodity backed currencies”).
Der Zusammenhang zwischen Geld und Energie ist nicht zufällig. Schon lange ist der Wert des amerikanischen Dollars unmittelbar vom militärischen abgesicherten Zugriff der USA auf die fossilen Energiereserven abhängig - man spricht daher vom “Petro-Dollar”. In der Antike gab es “Biomasse-Währungen”: Schekel im alten Babylon waren gemünzte Bezugsrechte für Getreide aus Kornspeichern. Und während der Währungskrisen im 20. Jahrhundert wurden erneut verschiedene Modelle diskutiert, jedoch nie als gesetzliche Zahlungsmittel realisiert. Angesichts zunehmender Ressourcenverknappung und dem grundlegenden Strukturwandel im Energiesektor erscheinen Energiegelder jetzt in einem ganz neuen Licht.
Auf der Basis der virtuellen Kilowattstunde ist eine Ausdifferenzierung nachhaltiger, dezentraler Strukturen keine Utopie mehr. Schon 1975 hat der australische Soziologe und Politikwissenschaftler Shann Turnbull vorausgesagt, dass erneuerbare kWh-Zertifikate als Reservewährung für die Kreditschöpfung fungieren werden. Mit dem Wandel zu erneuerbaren Energien wird eine strukturelle Angleichung weiterer gesellschaftlicher Bereiche stattfinden, insbesondere der Ökonomie.
Die virtuelle Kilowattstunde hat das Zeug zur Leitwährung des 21. Jahrhunderts. (http://www.vielegelder.de/energiegelder, Ansprechpartner: Ludwig Schuster)









